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Siege saarländischer Fahrer im Ausland sind immer etwas besonderes, erst Recht, wenn sie in einem Radsportland wie Belgien erzielt werden, wo bekanntermassen die Quantität als auch die Qualität der Fahrerfelder ein ganz besonders hohes Niveau haben. Wie das Bike-Aid Team gestern auf seiner Web Seite vermeldete, hat der Amateurfahrer Matthias Schnappka von der RIG Saar Saarbrücken / Bike-Aid Team beim Rennen im belgischen Beveren einen tollen Sieg herausfahren können. Glückwunsch. Auch Désirée Schuler vom Bike-Aid Frauen Bundesligateam, die schon die ganze Saison schon mit konstanten Leistungen in der deutschen Spitze mitfährt und aktuell auf einem beachtenswerten 9. Platz in der deutschen ROSE Rangliste steht, konnte bei sehr starker Konkurrenz einen 3. Platz in Kortrijk erreichen.

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Keo Power von Look und Polar

Lange Zeit war es nur ein Gerücht, nun ist es offiziell. Polar und Look arbeiten zusammen an einem neuen Leistungsmesser, der in die Pedale integriert ist: Kéo Power. Das System wird kompatibel mit den Polar Computern CS600, CS600X and CS500 sein und soll im Frühling 2011 auf den Markt kommen. Die Datenübertragung wird proprietär sein und nicht ANT+ kompatibel, was aber auch nicht anders zu erwarten war. In einem kurzen Film auf der Polarseite wird das System vorgestellt, dabei finde ich persönlich die Position und Größe des Senders etwas gewöhnungsbedürftig. Ich hatte gehofft, dass mit dem Einstieg der beiden großen Firmen Polar und Look preislich etwas Bewegung in den Markt kommen würde, wenn aber die Preisangaben in diesem Bericht von etwa 1500,- bis 1800,- stimmen sollten, dann wage ich mal zu behaupten, dass das System es schwer haben wird gegen die ausgereifte und etablierte Technik des Marktführers SRM. Auf der anderen Seite sind die Marktpreise bei den Polar Computern auch immer recht schnell deutlich niedriger als die offiziellen Preisempfehlungen, der Markt wird mit einer breiteren Auswahl an Systemem auf jeden Fall sehr interessant, zumal weitere Firmen wie MetriGear, O-Synce oder power2max ebenfalls mit vielversprechenden Neuentwicklungen Marktanteile gewinnen möchten.

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Sieg und Aufstieg für Hendrik Weber

Ich muss zugeben: Als ich die Idee von vereinsübergreifenden Berichten über den saarländischen Rennsport hatte, war ich der Meinung, der Saar Radsport ist recht übersichtlich und würde nicht alllzuviel Zeit in Anspruch nehmen. Schnell wurde ich allerdings eines Besseren belehrt. Alleine schon bei der beindruckenden Erfolgsserie des RV Blitz Oberbexbach in den letzten Wochen komme ich kaum noch hinterher mit dem Schreiben. Gestern erst hat Hendrik Weber beim Kriterium im pfälzischen Böhl-Iggelheim die Siegesserie der Oberbexbacher Fahrer fort gesetzt. Mit seinem überzeugenden Sieg in der C-Klasse hat er auch gleichzeitig als dritter Fahrer des Vereins in den letzten Wochen den Aufstieg in die B-Klasse geschafft.

Ich weiß, ich bin in manchen Dingen etwas seltsam: ich hatte nie radsportliche Vorbilder, habe also auch nicht mit dem Radsport angefangen, weil ich irgendeinem Idol nacheifern wollte, finde jegliches Fan und Anti Fan Gehabe, das gerade in Deutschland zwischen den Extremen Idealisierung und Verteufelung pendelt, befremdlich. Im Grunde lässt mich der Profi Sport so kalt, dass es mir eigentlich egal ist ob sich da jemand zu Tode dopt, zu Tode stürzt oder sich jemand nach dem Karriereende aus diversen Gründen selbst umbringt. Daher war ich erstaunt, dass mich die Nachricht von heute, dass Laurent Fignon im Alter von gerade mal 50 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben ist, doch sehr mitgenommen hat. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er an dem gleichen Krebsleiden wie mein Vater gestorben ist, ich ihn noch im Juli schon sehr gezeichnet im französischen Fernsehen als Co Kommentator bei der Tour de France gesehen habe, ich gerade vor ein paar Tagen sein Buch "Wir waren jung und unbekümmert" fertig gelesen hatte oder ich evt. doch nicht so hart bin, wie ich mir manchmal selbst einrede.

Das Wetter am vergangenen Wochenende war ja schon fast herbstlich, diese Woche soll es wieder besser werden und die Aussichten für das kommende Wochenende sehen momentan gar nicht so schlecht aus für die nächste saarländische RTF in Schwarzenholz. Die Veranstaltung gehört für meinen Geschmack nicht gerade zu den schönsten im Saarland, die längste Strecke ist 112km mit etwa 800 Höhenmetern und führt etwas einfallslos auf Hauptstraßen Richtung Schmelz, durchs Haustadter Tal über Beckingen (wie viele andere Saar RTFs auch), weiter etwas schöner über Mondorf und die Höhen des Saargaus und über Saarlouis wieder zurück. Wie ich öfter schreibe: manche Vereine könnten ihre Strecken schon etwas orgineller und attraktiver gestalten. Die RTF in Schwarzenholz bildet auch den Auftakt für die letzten 3 RTFs im Saarland, alle 3 in der gleichen Region, es folgen in den beiden folgenden Wochen noch die Veranstaltungen des RSC Haustadter Tal und des RSV 1907 Fraulautern. Eigentlich ist als Saisonabschluss noch wie in den vergangenen Jahren die RTF Moselle Saar im Terminkalender des SRB, allerdings scheint sich dafür dieses Jahr noch kein Veranstalter gefunden zu haben.

Veranstaltung: 24. West-Saar-RTF
Datum: 05.09.10
Ausrichter: SRC "Span. Bergziege" 1984 Schwarzenholz e.V.
Startort: Schulze-Kathrin-Halle, Festplatz/Dorfstraße, 66793 Schwarzenholz
Startzeit: 7:00 - 09:30
Strecken: 112, 78 und 45km
Webseite des Veranstalters

icon-puzzle1Teamwechsel bei den Profis gehören zum Alltagsgeschäft und sind eigentlich keine Meldung wert. 2 Sachen halte ich aber trotzdem für erwähnenswert: Zum einen wechseln die Luxemburger Schleckbrüder vom SaxoBank Team des ehemaligen Dopers Barne Riis zum neuen Luxemburger Team unter der Leitung des ebenfalls ehemaligen Dopers Kim Andersen, der einer der sportlichen Leiter bei SaxoBank war, dann kurz nach der Ankündigung des Wechsel aber von Riis entlassen wurde. Riis, der schon während der Tour den Einstieg eines neuen Hauptsponsors verkündet hatte, macht kurze Zeit später eine 180° Wende und meldet, dass Saxo Bank doch weiter macht und der so mysteriöse neue Sponsor da dann angeblich bereitwillig zurück steckt. Riis trauert auch nicht lange über den Weggang seiner beiden Spitzenfahrer, mit denen auch gleich eine ganze Gruppe weiterer Fahrer das Team verlässt, und schnappt sich gleich den Tour Sieger Contador samt Gefolgschaft und will ihn gleich zum Triple Gewinner (Giro, Tour, Vuelta) machen. Irgendwie etwas erstaunlich das Ganze und irgendwie für mich schwer vorstellbar, dass Fabian Cancellara, der noch einen gültigen Vertrag hat, nächstes Jahr dabei helfen soll, seine Luxemburger Freunde für Contador abzuhängen.

Die zweite erwähnenswerte und etwas überraschende Meldung ist von heute: Demnach zieht sich das erst vor 2 Jahren mit grossem Presserummel gegründete Cervelo Test Team schon wieder aus dem Profi Sport zurück. Cervelo verschwindet allerdings nicht ganz von der Bühne sondern wird als Co-Sponsor beim Garmin Team einsteigen.

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