Detailmapping ‘extrem’ bei OpenStreetMap

Detailmapping einer Kreuzung

Detailmapping "extrem"

Detailmapping scheint momentan ein Trend bei Openstreetmap zu sein. Hundekottütenspender, Gullideckel, Hydranten, Dachformen, Indoormapping, einzelne Bäume, Gruppen von Bäumen … es gibt wohl nichts was es momentan noch nicht in der freien Geodatenbank gibt. Mit „street“ und „map“ haben viele Dinge, die da gemappt werden, mittlerweile nur noch am Rande zu tun. Diese zunehmende Komplexität und Detailfülle macht es für den Anwender leider nicht unbedingt einfacher,  aus diesen Daten eine „schöne“ Karte zu erstellen. Eine nicht immer triviale Vorarbeit mit Filterung, Überarbeitung und Generalisiertung ist mittlerweile notwendig, was bei größeren Gebieten für die Karte eine Menge Rechenzeit und Rechenpower erfordert. Viele Dinge lassen sich zum Glück ganz einfach und ohne großen Aufwand herausfiltern. Bei anderen Sachen ist dies leider nicht mehr so leicht. Das Beispiel dieser Kreuzung irgendwo in Deutschland verdeutlicht, dass es hier nicht mehr mit einer einfachen Filterung getan ist und die Vereinfachung der Kreuzung für eine ansprechende Kartendarstellung schon eine gehobene Denksportaufgabe darstellt, die eine Menge an Hindergrundwissen erfordert. Leider gibt es bei dem Thema Detaimapping bei Straßen / Spuren momentan immer wieder Diskussionen aber – so ist eben die Philosophie bei Openstreetmap – viele verschiedene Meinungen und momentan keine zufriedenstellende Lösung.

DLR stellt Bildmaterial unter Creative-Commons-Lizenz

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt eigene Bildmaterialien zukünftig unter eine Creative-Commons-Lizenz und ermöglicht damit eine breite Nutzung der Bilder für die Allgemeinheit, z.B. für Wikipedia oder als Unterichtsmaterialien. DLR-Sprecher Marco Trovatello sagte dazu am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa:
„Wir sind zu sehr großen Teilen aus Steuermitteln finanziert. Was wir machen, hat der Steuerzahler schon bezahlt. Wir geben die Ergebnisse jetzt dem Steuerzahler zurück.“
Diesen Satz würde ich auch gerne von anderen öffentlichen Institutionen mal hören, die diese eigentlich einleuchtende Schlussfolgerung zu den mit Steuermitteln finanzierten Daten bisher leider noch nicht gezogen haben.

SWITCH2OSM – wird 2012 das OpenStreetMap Jahr ?

Ende Oktober 2011 hatte Google angekündigt hatte, Anfang dieses Jahres ein neues Bezahlmodell für die Nutzung der Google Maps einzuführen. Dabei werden ab 25.000 (bzw. 2500 bei gestylten Karten) Seitenaufrufe teils erhebliche Gebühren fällig. Kostenlos bleibt der Dienst weiterhin für nicht kommerzielle und gemeinnützige Organisationen. Die Entscheidung, wer zu diesen Gruppen gehört, behält sich allerdings Google vor. Seit dieser Ankündigung gibt es einen regelrechten Boom von Anwendern und Communities, die zu OpenStreetMap wechseln. SWITCH2OSM hört und liest man immer öfter in den letzten Wochen.

Bing Kartendienst verpixelt Militärgebiete in Deutschland

verpixeltes Militärgebiet

Bing verpixelt Militärgebiete

Ende Januar ist es aufmerksamen Mappern des OpenStreetMap Projektes aufgefallen, dass Microsoft in den Satellitenbildern seines Kartendienstes Bing Maps Militärgebiete in Deutschland verpixelt hat. Der Vorgang an sich ist sicher nichts besonderes, auch in anderen Ländern sind auf öffentlichen Satellitenbildern gelegentlich sensible Gebiete unkenntlich gemacht. Einige Besonderheiten zeichnen diesen Fall jedoch aus. Die Menge der zensierten Bereiche überrascht etwas, teilweise wurden Gebiete verpixelt, die schon lange keine Militärgebiete mehr sind und der Grund der Verpixelung ist nicht ganz klar. Kein kommerzieller Anbieter wird wohl ohne konkrete Veranlassung Satellitenbilder zensieren, denn eine Zensur schreckt immer die Anwender ab, die dann lieber zur (noch) unzensierten alternativen Kartenanbietern abwandern. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass Microsoft zur Verpixelung der Gebiete zum großen Teil Daten des OpenStreetMap Projektes verwendet hat und dabei nicht die OSM CC-BY-SA Lizenz beachtet hat, die zwar die freie Verwendung der Daten erlaubt, jedoch auch eine Namensnennung verlangt sowie eine Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Daten Visualisierung

Open Data und Daten Visualisierung gehören eigentlich zusammen, irgendwie muss aus der Flut der vielen Daten ja auch das wesentliche gefiltert werden und die Informationen anschaulich dargestellt werden. Hier sind zwei Links, die sich mit dem Thema Datenvisualisierung beschäftigen und regelmäßig spannende und aktuelle Themen präsentieren: