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Oberbürgermeister Wahl 2011 in Saarbrücken

Charlotte Britz von der SPD hat die Oberbürgermeisterwahl 2011 in Saarbrücken mit einem deutlichen Ergebnis gewonnen und kann sich über eine zweite Amtsperiode freuen. Doch eine miserable Wahlbeteiligung dürfte die Freude darüber etwas trüben. Mit nur 35,1% war diese deutlich niedriger als 2004 (49,3%) und 2001 (44,3%) und hat ein bedenkliches Niveau erreicht. Auch wenn sich Frau Britz über einen guten Wahlkampf gefreut hat und sich trotz der niedrigen Wahlbeteiligung legitimiert fühlt, stellt sich doch die Frage, ab wann sich denn ein Politiker nicht mehr legitimiert fühlt ? Bei 30% ? Bei 20% ? Den traurigen Rekord hält Burbach mit fast 78% Nichtwähler.

Die Politiker sind ja immer schnell dabei, sich die schlechte Wahlbeteiligung schön zu reden, sie sollten sich aber eher mal fragen, ob sie die Bürger überhaupt noch erreichen mit ihrer Politik und sich mal etwas Gedanken über Transparenz, Bürgernähe und Bürgerbeteiligung machen. Ansonsten wird man sich irgendwann überlegen müssen, ab welchem niedrigen Prozentsatz bei der Wahlbeteiligung eine demokratische Legimiation in Frage zu stellen ist.

Open Government und Open Data bieten Städten und Gemeinden die Möglichkeit, verloren gegangenes Vertrauen wieder wiederherzustellen und die Bürger mehr für die Politik zu interessieren und einzubinden.

Meine interaktive Karte visualisiert die Wahlbeteiligung und zeigt das Wahlergebnis inklusive der Nichtwähler.

Daten: saarbruecken.de

Flächennutzung in den saarländischen Kommunen

Welche Gemeinde oder Stadt im Saarland hat prozentual den meisten Wald? Die interaktive Karte zeigt den Waldanteil sowie die weitere Flächennutzung in den saarländischen Kommunen.

Datenquelle: Statistisches Amt Saarland

Die andere Seite der Medaille

Open Data und Open Government sind sehr aktuelle Themen. Die Internet Community freut sich teilweise wie ein Kind, das ein neues Spielzeug bekommt, wenn Städte und Gemeinden so spannende Daten wie die öffentlichen Toiletten freigeben und diese Daten nun visualisiert werden können. Es entstehen immer mehr Vereine, Interessensgruppen und Internetauftritte, die sich mit den Themen beschäftigen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, Österreich und Deutschland wären Musterländer in diesem Bereich. Die Wahrheit sieht allerdings (noch) nicht ganz so rosig aus. Open Data und Open Government sollte man in einem größeren Zusammenhang sehen, zu dem auch Themen wie Informationsfreiheit bzw. das Fehlen derselben, Datenschutz, Überwachungsstaat und politische Glaubwürdigkeit gehören. Besonders an der letzteren mangelt es leider zur Zeit in vielen Bereichen. Den Bürgern zu Wahlkampfzwecken die Daten von ein paar öffentlichen Toiletten zu geben, bringt allerdings diese verloren gegangene Glaubwürdigkeit noch lange nicht zurück. Ob Open Data und Open Government der Anfang eines Umdenkens sind oder nur ein billiges Marketing Instrument der Politik ohne Nachhaltigkeit, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Hier ein paar Schlagzeilen der letzten Tage:

Links zum Thema Open Government

Ein paar unsortierte Links zum Thema Open Data und Open Government in Deutschland:

Organisationen & Initativen

Projekte von Ländern, Städten und Gemeinden