Beiträge mit Tag ‘open government’

Die andere Seite der Medaille

Open Data und Open Government sind sehr aktuelle Themen. Die Internet Community freut sich teilweise wie ein Kind, das ein neues Spielzeug bekommt, wenn Städte und Gemeinden so spannende Daten wie die öffentlichen Toiletten freigeben und diese Daten nun visualisiert werden können. Es entstehen immer mehr Vereine, Interessensgruppen und Internetauftritte, die sich mit den Themen beschäftigen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, Österreich und Deutschland wären Musterländer in diesem Bereich. Die Wahrheit sieht allerdings (noch) nicht ganz so rosig aus. Open Data und Open Government sollte man in einem größeren Zusammenhang sehen, zu dem auch Themen wie Informationsfreiheit bzw. das Fehlen derselben, Datenschutz, Überwachungsstaat und politische Glaubwürdigkeit gehören. Besonders an der letzteren mangelt es leider zur Zeit in vielen Bereichen. Den Bürgern zu Wahlkampfzwecken die Daten von ein paar öffentlichen Toiletten zu geben, bringt allerdings diese verloren gegangene Glaubwürdigkeit noch lange nicht zurück. Ob Open Data und Open Government der Anfang eines Umdenkens sind oder nur ein billiges Marketing Instrument der Politik ohne Nachhaltigkeit, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Hier ein paar Schlagzeilen der letzten Tage:

Links zum Thema Open Government

Ein paar unsortierte Links zum Thema Open Data und Open Government in Deutschland:

Organisationen & Initativen

Projekte von Ländern, Städten und Gemeinden

Open Data/Open Government in Österreich

In Österreich und besonders in Wien tut sich momentan einiges in Bezug auf Open Data/Open Government. Ein paar Anregungen in dem Vortrag von Robert Harm im Rahmen des Aktionstages „Freiheit statt Angst“ wären sicher auch für Deutschland interessant und wünschenswert.

Aktion ‚Freiheit statt Angst‘ am 10.9.2011 im Metalab Wien Robert Harm von open3.at über Open Data und Open Government

Open Data Berlin gestartet

„Offene Daten lesbar für Mensch und Maschine. Das ist das Ziel.“
Mit diesem Slogan wird man auf dem neuen Open Daten Portal in Berlin begrüsst, das Mitte September gestartet wurde. Ulrich Freise, Staatssekretär für Inneres, sieht in dem Portal eine „Basis für offenes Verwaltungshandeln“. Bürger könnten so Entscheidungen und Fakten nachvollziehen und sich auch aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen. Noch immer öffnen die Behörden nur zögernd ihre Datenbestände und wenn, dann ist die Verwendung der Daten nicht wirklich frei, sondern meist eingeschränkt. Bleibt zu hoffen, dass die Projekte in Berlin oder Wien in Österreich auch andere Kommunen überzeugen können, mehr Offenheit und Transparenz im Umgang mit den öffentlichen Daten zu wagen.