Beiträge mit Tag ‘osm’

Detailmapping ‘extrem’ bei OpenStreetMap

Detailmapping einer Kreuzung

Detailmapping "extrem"

Detailmapping scheint momentan ein Trend bei Openstreetmap zu sein. Hundekottütenspender, Gullideckel, Hydranten, Dachformen, Indoormapping, einzelne Bäume, Gruppen von Bäumen … es gibt wohl nichts was es momentan noch nicht in der freien Geodatenbank gibt. Mit „street“ und „map“ haben viele Dinge, die da gemappt werden, mittlerweile nur noch am Rande zu tun. Diese zunehmende Komplexität und Detailfülle macht es für den Anwender leider nicht unbedingt einfacher,  aus diesen Daten eine „schöne“ Karte zu erstellen. Eine nicht immer triviale Vorarbeit mit Filterung, Überarbeitung und Generalisiertung ist mittlerweile notwendig, was bei größeren Gebieten für die Karte eine Menge Rechenzeit und Rechenpower erfordert. Viele Dinge lassen sich zum Glück ganz einfach und ohne großen Aufwand herausfiltern. Bei anderen Sachen ist dies leider nicht mehr so leicht. Das Beispiel dieser Kreuzung irgendwo in Deutschland verdeutlicht, dass es hier nicht mehr mit einer einfachen Filterung getan ist und die Vereinfachung der Kreuzung für eine ansprechende Kartendarstellung schon eine gehobene Denksportaufgabe darstellt, die eine Menge an Hindergrundwissen erfordert. Leider gibt es bei dem Thema Detaimapping bei Straßen / Spuren momentan immer wieder Diskussionen aber – so ist eben die Philosophie bei Openstreetmap – viele verschiedene Meinungen und momentan keine zufriedenstellende Lösung.

SWITCH2OSM – wird 2012 das OpenStreetMap Jahr ?

Ende Oktober 2011 hatte Google angekündigt hatte, Anfang dieses Jahres ein neues Bezahlmodell für die Nutzung der Google Maps einzuführen. Dabei werden ab 25.000 (bzw. 2500 bei gestylten Karten) Seitenaufrufe teils erhebliche Gebühren fällig. Kostenlos bleibt der Dienst weiterhin für nicht kommerzielle und gemeinnützige Organisationen. Die Entscheidung, wer zu diesen Gruppen gehört, behält sich allerdings Google vor. Seit dieser Ankündigung gibt es einen regelrechten Boom von Anwendern und Communities, die zu OpenStreetMap wechseln. SWITCH2OSM hört und liest man immer öfter in den letzten Wochen.

Abgleich des amtlichen Gemeindeverzeichnisses mit den OpenStreetMap Grenzen

Abgleich des amtlichen Gemeindeverzeichnisses

Abgleich des amtlichen Gemeindeverzeichnisses

Seit gut einem Jahr bin ich nun aktiv bei OpenStreetMap dabei. Mich fasziniert die einzigartige Art, wie dieses Projekt aufgebaut und strukturiert wird. Ähnlich wie Wikipedia ist es eine weltweite freie Datenbank, die Geodaten sammelt, um daraus Karten zu erstellen. Jeder kann dabei mitwirken und es ist einzigartig, wie dynamisch sich das Projekt seit der Gründung durch den Briten Steve Coast im Jahr 2004 entwickelt hat. Immer mehr Menschen, Firmen, Hilfsorganisationen und öffentliche Institutionen verwenden Karten und Daten von OpenStreetMap. Einen zusätzlichen Boom gab es in den letzten Monaten durch die Ankündigung von Google, Gebühren für die Nutzung seines Kartendienstes einzuführen. Seitdem gibt es einen regelrechten #switch2osm Boom, den man bei u.a. Twitter verfolgen kann. So sind in letzter Zeit z.B. www.gpsies.com oder die große Geocacher Community auf OSM umgestiegen. Die Abdeckung der OSM Daten ist weltweit gesehen noch etwas unheineitlich, in vielen Gebieten, so z.B auch in Deutschland ist Quantität der Daten schon um einiges höher als bei den kommerziellen Anbietern von Kartendaten. Auch die Qualität der Daten und deren Aktualität ist erstaunlich. In Deutschland sind z.B. seit ein paar Wochen die gut 16000 administrativen Grenzen (Bundesländer, Kreise, Gemeinden) komplett in der OSM Datenbank. Ich habe eine kleine Anwendung erstellt, mit der man die Grenzen mit dem amtlichen Gemeindeverzeichnis abgleichen und auf Fehler kontrollieren kann. Die OSM Daten werden täglich aktualisiert, man kann sich auch die einzelnen administrativen Grenzen herunter laden.

Bing Kartendienst verpixelt Militärgebiete in Deutschland

verpixeltes Militärgebiet

Bing verpixelt Militärgebiete

Ende Januar ist es aufmerksamen Mappern des OpenStreetMap Projektes aufgefallen, dass Microsoft in den Satellitenbildern seines Kartendienstes Bing Maps Militärgebiete in Deutschland verpixelt hat. Der Vorgang an sich ist sicher nichts besonderes, auch in anderen Ländern sind auf öffentlichen Satellitenbildern gelegentlich sensible Gebiete unkenntlich gemacht. Einige Besonderheiten zeichnen diesen Fall jedoch aus. Die Menge der zensierten Bereiche überrascht etwas, teilweise wurden Gebiete verpixelt, die schon lange keine Militärgebiete mehr sind und der Grund der Verpixelung ist nicht ganz klar. Kein kommerzieller Anbieter wird wohl ohne konkrete Veranlassung Satellitenbilder zensieren, denn eine Zensur schreckt immer die Anwender ab, die dann lieber zur (noch) unzensierten alternativen Kartenanbietern abwandern. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass Microsoft zur Verpixelung der Gebiete zum großen Teil Daten des OpenStreetMap Projektes verwendet hat und dabei nicht die OSM CC-BY-SA Lizenz beachtet hat, die zwar die freie Verwendung der Daten erlaubt, jedoch auch eine Namensnennung verlangt sowie eine Weitergabe unter gleichen Bedingungen.